Laurenz Berges

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Laurenz Berges (* 1966 in Cloppenburg) ist ein deutscher Fotograf. Er wird der Düsseldorfer Photoschule zugeordnet.

Laurenz Berges studierte von 1986 bis 1993 Kommunikationsdesign an der Universität Essen, wo er mit Diplom abschloss. In den Jahren 1988 und 1989 war Berges als Fotoassistent bei der Fotografin Evelyn Hofer in New York City tätig.[1] Ab 1992 studierte er Fotografie an der Kunstakademie Düsseldorf. Im Jahr 1996 wurde er dort Meisterschüler bei Bernd Becher.[2] Laurenz Berges lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Berges’ fotografisches Werk thematisiert vor allem die Vergänglichkeit. In den Jahren 1991 bis 1995 fotografierte Berges Innenräume ostdeutscher Kasernen, welche nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion von der Roten Armee verlassen worden waren. Mit seinem Buch Etzweiler dokumentierte Berges Etzweiler, den Ortsteil von Elsdorf, der dem Braunkohletagebau weichen musste. Auch fotografierte der Künstler über Jahre hinweg Brachen der von Deindustrialisierung betroffenen Stadt Duisburg.[3] Berges findet seine Sujets in den urbanistischen Grauzonen: Es sind Details aus verlassenen Wohnungen, geräumten Häusern und verwilderten Gärten, die ihn interessieren und die er zu Gegenstand einer poetischen, dabei streng dokumentarischen Bildgestaltung macht. Angesichts dieser Fotografien aus dem Niemandsland zwischen Gebrauch und Verfall, jüngster Vergangenheit und absehbarer Zukunft könnte man fast von fotografischer Arte Povera sprechen.[4]

Ausstellungen (Auswahl)

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Gruppenausstellungen (Auswahl)

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Fotobände (Auswahl)

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Einzelnachweise

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  1. Bettina Maria Brosowsky: Der stets milchige Himmel. TAZ, abgerufen am 17. Oktober 2020.
  2. Maximilian Burk: Der Fotograf Laurenz Berges in Bottrop. WDR, 11. März 2020, abgerufen am 17. Oktober 2020.
  3. Markus Weckesser: In den Transitzonen. Die Tageszeitung, abgerufen am 17. Oktober 2020.
  4. Ulrike Westphal: Laurenz Berges: „Frühauf Danach“ Zwischen Bewohnbarkeit und Unbehaustheit: Bilder vom Verschwinden. Schirmer/Mosel, Oktober 2011, abgerufen am 7. Januar 2021.
  5. Maximilian Burk: Der Fotograf Laurenz Berges in Bottrop. WDR, abgerufen am 17. Oktober 2020.
  6. Stadt Bottrop 2020: Laurenz Berges. 4100 Duisburg. Das letzte Jahrhundert. Abgerufen am 17. Oktober 2020.
  7. Laurenz Berges Halten und Schwinden 17.3.–6.8. In: Museum für Gegenwartskunst Siegen. Museum für Gegenwartskunst Siegen, abgerufen am 3. August 2023.